Baumarkt 2.0
Man nehme: einen Baumarkt, der sich von der allgegenwärtigen Konkurrenz abheben muss, eine findige Werbeagentur, die mit der Gestaltung eines flippigen Werbedrehs beauftragt wird, und das Netzvolk, welches sich gierig auf die ‘Sensation’ stürzt – fertig ist das Marketing 2.0.
Um alles noch realistischer zu gestalten wird der Spot in trendiger Handyvideo-Qualität auf die bekannten Videoplattformen geschleust, schön unterlegt mit entsetzten Ausrufen, die ein 1414-Leser-Reporter wohl in ähnlicher Weise von sich geben dürfte, wenn er nächstes Mal den Autobahnunfall direkt vor sich nach Berlin sendet.
Zur Krönung wird der mutige Motorraser noch ein wenig aufgehübscht; die sympathische Kunstfigur wird auf den Pornonamen Name “Ron Hammer” getauft, bekommt eine eigene Webpräsenz und schummelt sich als Berühmtheit ins Weblexikon.
Und was bleibt nach Bekanntwerden des ganzen Aufwands? Ein Fernsehspot in gewollt mieser Qualität, ein Rollerfahrer, der wieder aus Wikipedia verschwunden ist, und die Feststellung, dass virales Marketing wohl doch wieder einmal mehr funktioniert hat. Danke Hornbach, aber nächstes Mal vielleicht doch wieder lieber eine Blaskapelle stemmen?

