Ich möchte keine heiße Braut als Suchmaschine
Deutschlands Lieblings-Boulevardzeitung berichtet heute in seiner Online-Ausgabe stolz über die heißeste Suchmaschine – Ms. Dewey heißt das gute Mädel und ist eine Flash-SeucheApplikation aus dem Hause Gates. Eine amerikanische Quatsch-Drossel, die versucht, den geschätzen Nutzer mit ihrer Interaktion zu unterhalten.
Zitat:
Ms. Dewey sieht gut aus, ist immer da – und durchsucht für Sie das Internet!
Ja, darauf hat die Welt gewartet… Wir alle haben auch nichts anderes zu tun, als eine lahme Flash-Ente zu laden, das Intro der Suchzicke zu erdulden und dann gespannt unser Suchthema in deren Maske (naja, Suchfeld trifft es vielleicht besser
) einzutragen. Danach denkt das Girlie einige Sekunden zu lange, bequatscht uns mit Zitaten aus ihrem Zufallsgenerator-Hirn und listet schlussendlich eine kaum lesbare Aufzählung gefundener Webresourcen in einem zu kleinen Feld, wo sich der verehrte User mühselig durch einen Endlos-Scroll kämpfen muss, um das Gewünschte anzusurfen.
Laut BILD ist das also die Suchmaschinen-Revolution, die Google das Wasser reichen kann – lahm, umständlich, aber sexy – darauf kommt es bei einer Web-Suchmaschine ja auch am meisten an.
Zur Ehrenrettung am Ende: sogar das Klatschblatt hat im Nachsatz erkannt, dass die Qualität in keinster Weise Google das Wasser reichen wird:
Die Ergebnisse sind allerdings nicht viel innovativer als die von Google.
In einer Sache kann ich allerdings nur widersprechen:
So macht Suchen Spaß!
Nein – mir macht Suchen Spaß, wenn es schnell und unkompliziert geht & vor allem gute Qualität liefert — all das hat Microsoft Live mit seiner Fallstudie ‘Fräulein Dewey’ (bis jetzt) gründlich verbockt…

